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		<title>kohlenschipper</title>
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		<title>da capo: weihnachtslieder&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 27 Nov 2011 17:53:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
				<category><![CDATA[menschen]]></category>
		<category><![CDATA[querbeet]]></category>
		<category><![CDATA[tradition]]></category>

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		<description><![CDATA[&#8230; kindergärten und die GEMA, neu aufgelegt: [Update vom 27.11.2011] Im Dezember 2010 hatte ich zum Thema einen Artikel veröffentlicht. Viele Zugriffe darauf erfolgten durch Internetsuche nach &#8222;Weihnachtslieder Kindergarten&#8220;. Heute meldet heise, der Verein Musikpiraten habe sein Adventsliederbuch in einer erweiterten und verbesserten Fassung neu aufgelegt. Kleines Schmankerl am Rande: Die Stadt Mainz will offenbar [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=818&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>&#8230; kindergärten und die GEMA,</h3>
<p>neu aufgelegt:</p>
<p><em><strong>[Update vom 27.11.2011]</strong></em></p>
<p>Im Dezember 2010 hatte ich zum Thema <a href="http://kohlenschipper.wordpress.com/2010/12/01/weihnachtslieder-kindergarten/">einen Artikel veröffentlicht</a>. Viele Zugriffe darauf erfolgten durch Internetsuche nach &#8222;Weihnachtslieder Kindergarten&#8220;.</p>
<p>Heute <a href="http://heise.de/-1385979" target="_blank">meldet heise</a>, der <a href="http://musik.klarmachen-zum-aendern.de/content/musikpiraten" target="_blank">Verein Musikpiraten</a> habe sein Adventsliederbuch in einer <a href="http://musik.klarmachen-zum-aendern.de/weihnachtslieder/2011" target="_blank">erweiterten und verbesserten Fassung neu aufgelegt</a>.</p>
<p style="padding-left:60px;">Kleines Schmankerl am Rande: Die <a href="http://www.allgemeine-zeitung.de/region/mainz/meldungen/11340555.htm" target="_blank">Stadt Mainz will offenbar ihren KiTas Die Annahme des Liederbuchs verbieten</a> &#8211; &#8222;<em>wegen unzulässiger Parteienwerbung</em>&#8220; &#8230;<br />
Der Verein Musikpiraten ist ein e.V. und keine Untergliederung der Piratenpartei. Die wird im Liederbuch überhaupt nicht erwähnt <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<p>Vorübergehend kann, wer möchte, die PDF-Version der neuen Liederbuch-Ausgabe auch <a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/11/singen-im-advent-2011.pdf" target="_blank">hier</a>  herunterladen.<br />
<em><strong>[/update]</strong></em></p>
<p style="text-align:center;">* * *</p>
<h4></h4>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/818/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/818/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/818/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/818/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/818/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/818/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/818/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/818/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/818/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/818/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/818/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/818/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/818/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/818/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=818&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>herbstgedanken</title>
		<link>http://kohlenschipper.wordpress.com/2011/11/08/herbstgedanken/</link>
		<comments>http://kohlenschipper.wordpress.com/2011/11/08/herbstgedanken/#comments</comments>
		<pubDate>Tue, 08 Nov 2011 15:20:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedankengewürfel]]></category>
		<category><![CDATA[natur]]></category>
		<category><![CDATA[tradition]]></category>
		<category><![CDATA[11.11.]]></category>
		<category><![CDATA[herbst]]></category>
		<category><![CDATA[martinstag]]></category>
		<category><![CDATA[november]]></category>

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		<description><![CDATA[(zum 11.11.11) Der Herbst mit seinem weichen Licht, dem morgenlichen Nebel, glitzerndem Tau auf den Fäden der Spinnenetze an Sträuchern und auf dem Gras, mit den südwärts ziehenden Schwärmen der Wildgänse, mit dem phantastisch warmen Bunt der Wälder &#8211; der Herbst ist meine schönste Jahreszeit, soweit ich mich zurückerinnern kann. So schaue ich in diesem [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=767&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#808080;"><em>(zum 11.11.11)</em></span></p>
<p>Der Herbst mit seinem weichen Licht, dem morgenlichen Nebel, glitzerndem Tau auf den Fäden der Spinnenetze an Sträuchern und auf dem Gras, mit den südwärts ziehenden Schwärmen der Wildgänse, mit dem phantastisch warmen Bunt der Wälder &#8211; der Herbst ist meine schönste Jahreszeit, soweit ich mich zurückerinnern kann. So schaue ich in diesem wunderschönen November 2011 in die Landschaft und mir kommt in den Sinn, was für ein tolles Oktoberwetter doch herrscht.</p>
<p>Oktober &#8211; dieser Monat ist für mich das eigentliche Synonym für Herbst. November dagegen verbindet sich in der Erinnerung überwiegend mit &#8222;nass, kalt, ungemütlich&#8220; und steht für den vorgezogenen Winter: Angefangen bei Allerheiligen und dem für meine längst verstorbene Großmutter damals viel wichtigeren Feiertag Allerseelen &#8211; denn an diesem Tag gedachte man eigentlich der verstorbenen Angehörigen.</p>
<p>Ein weiteres Bild in meinem Kopf ist die Traubenernte: Nasses, kaltes Wetter, nasse Rebstöcke, klamme Finger, Matsch an den durchnässten Schuhen, ein Vierzehnjähriger, der sich, die Bütte auf dem Rücken, durch die Reihe der Rebstöcke hinauf zum Weg kämpft, an den gebückten Lesern vorbei, sie sich zum Vorbeistapfenden umdrehen um ihm rasch immer noch einen Eimer Trauben in die sowieso schon schwere Rückentrage schütten. Endlos lang dauert das Steigen bis zum Traktor mit den Anhängern. An deren erstem lehnt eine hölzerne, vom Matsch rutschige Stiege, die noch erklommen werden will &#8211; der vorletzte Höhepunkt des Parcours. Der letzte ist das Ausschütten der Bütte über die Schulter in den Traubenbehälter, und zwar ohne dabei selbst mit hineinzukippen&#8230; Der Rückweg, hinab mit der leeren Kiepe, ebenso rutschig wie der Aufstieg, war dagegen die reinste Erholung.</p>
<p>Noch weiter zurück entsinne ich mich des Dorffeiertages, des Martinstags. Ein kleiner Junge an der Hand der Mutter oder Großmutter, mit einer Papierlaterne mitten im Dorf, in einem Pulk von Menschen, die allesamt größer waren als er und von denen ebenfalls viele Laternen in der Hand hielten. An das Lied, das alle sangen:</p>
<p style="text-align:center;"><em>Sankt Martin ritt durch Schnee und Wind,</em><br />
<em> sein Ross, das trug ihn fort geschwind.</em><br />
<em> Sankt Martin ritt mit leichtem Mut,</em><br />
<em> sein Mantel deckt&#8217; ihn warm und gut.</em></p>
<p style="text-align:center;"><em>Im Schnee, da saß ein armer Mann,</em><br />
<em> hatt&#8217; Kleider nicht, hatt&#8217; Lumpen an.</em><br />
<em> &#8222;O helft mir doch in meiner Not,</em><br />
<em> sonst ist der bittre Frost mein Tod!&#8220;</em></p>
<p style="text-align:center;"><em>Sankt Martin zog die Zügel an,</em><br />
<em> sein Ross stand still beim armen Mann.</em><br />
<em> Sankt Martin mit dem Schwerte teilt</em><br />
<em> den warmen Mantel unverweilt.</em></p>
<p style="text-align:center;"><em>Sankt Martin gab den halben still;</em><br />
<em> der Bettler stumm ihm danken will.</em><br />
<em> Sankt Martin aber ritt in Eil</em>&#8216;<br />
<em> hinweg mit seinem Mantelteil&#8220;.</em></p>
<p>Der kleine Junge sang mit. Er kannte das Lied schnell auswendig. Aber er wusste nicht, was ein Ross war. Im Dorf sagte man &#8222;Pert&#8220;. Das Problem konnte er später daheim bei einer Fragerunde klären. Das Wetter bei diesem Ereignis war gewöhnlich fast wie in dem Lied: Es war kalt, und ich erinnere mich an Schneeregen, frierende Hände, Zittern und später die wohlige Wärme des holzbefeuerten Küchenherds &#8211; das Kälteproblem des Bettlers war hautnah nachvollziehbar.</p>
<p>Die kindliche Frage aber, wieso jemand bei solchem Wetter keine Kleider, sondern Lumpen anhat &#8211; &#8222;Lumpen&#8220; bedeutete für mich damals &#8222;Lappen&#8220;, ich kannte das Wort als Putzlumpen: &#8222;Botzlombe&#8220;-  löste sich für mich erst viel später auf.</p>
<p>Unverständlich war auch, wieso der Bettler nicht mehr frieren sollte, wenn ihm Martin nur einen halben Mantel gab: ein Mantel hielt warm, aber nur, wenn man die Knöpfe schloss (Reißverschluss war in der ersten Hälfte der Sechziger Jahre noch nicht Standard). Und vor allem: Ein Mantel hatte zwei Ärmel. Wenn man sich nur einen halben Mantel anzog, konnte der doch nicht warmhalten?</p>
<p>Später wurde mir erklärt, dass der Umhang, den Martin trug, auf den ich im Gewühle einen Blick erhaschen konnte, auch eine Art Mantel war. Womit mir immer noch unklar war, wie ein halber Umhang einen fast nackten Menschen bei diesem Wetter warmhalten konnte.</p>
<p>Auf Martin hatten alle lange gewartet und zumindest der kleine Junge dabei heftig gefroren. Da war nun für ein paar Augenblicke ein weißes Pferd zu sehen, darauf ein Mann mit Schwert, rotem Umhang und Bischofsmütze, und alle sangen unverdrossen das leicht zu merkende und schwer verständliche Martinslied. Ich schreibe &#8222;unverdrossen&#8220; &#8211; eines der unverständlichen Worte war damals &#8222;mit leichtem Mut&#8220;, ein anderes &#8222;unverweilt&#8220;. Mich amüsiert bis heute, dass ich mir ausgerechnet die Dinge merken konnte, die ich damals nicht begriff.</p>
<p>In meiner Erinnerung war die Sache mit dem Vorbeizug des Heiligen irgendwann zuende, die innere Kälte beinah unerträglich, und ich fieberte auf das &#8222;Märtesfeier&#8220;, das Martinsfeuer über dem Dorf, und vor allem auf die Brezel hin, die es geben sollte: Beim Martinszug gab es Brezeln. Wo sie herkamen, war mir gleich. Sie waren das Symbol des Tages, wie später im Ruhrgebiet, wo der Martinstag nicht gefeiert wurde, der Stutenkerl beim Nikolausumzug auf der Trabrennbahn.</p>
<p>Der Martinstag ist auch das Patronatsfest meines Geburtsortes, und es ist der Tag, an dem ich auf die Welt kam. Eigentlich sollte ich wohl auch auf den Namen Martin getauft werden. Irgend jemand, der vermutlich den Dorfdialekt sprach und außerdem die Sprache des nahen Frankreich konnte, hat da aber wohl interveniert: Ähnlich wie Josef im Süddeutschen Sprachraum zu &#8222;Sepp&#8220;,  wurde zumindest seinerzeit in jenem Ort Martin zu &#8222;Märte&#8220;, mit Betonung auf dem ä. Was das im Französischen bedeutet, kann der interessierte Leser gern mal nachforschen&#8230;</p>
<p>So bekam ich dann hilfsweise den Namen eines anderen Heiligen verpasst, dessen Namenstag im November gleich zweimal auftaucht, nämlich am Zehnten und am Dreißigsten. Nach welchem der beiden Patrone ich nun benannt wurde, hat mich eigentlich weniger interessiert: ich glaube, Großmutter gratulierte mir immer am Zehnten zum Namenstag. Zum Geburtstag dagegen gratulierte sie mir in meiner Kindheit nie. Sie erklärte es damit, dass die Katholischen den Namenstag, den Tag des Schutzpatrons eines Menschen feiern würden &#8211; den Geburtstag feierten nur die Protestanten (den Geburtstag Martin Luthers feiern sie im übrigen am Tage vor St. Martin).  Ich nahm es hin, weil meine Oma es sagte, und weil auf meinem Geburtstag sowieso das ganze Dorf feierte und es außerdem Brezeln gab.</p>
<p>Später, schon in der Geschichtsstunde der Schule, verschob sich mein November-&#8220;Fokus&#8220; dann auf den Neunten. Der, so stellte ich fest, war der eigentliche Feiertag, den es geben sollte: Vom Wiener Kongress über das Ende des Ersten Weltkriegs bis hin zur Reichskristallnacht reichte seine Bedeutung &#8211; Dass das Ende der deutschen Nachkiegsteilung ebenfalls an diesem Datum besiegelt werden sollte, daran war damals noch nicht zu denken.</p>
<p>Im Zusammenhang mit dem Mauerfall noch: Im Herbst 1989 verfolgte ich aufmerksam die politische Entwicklung um die DDR: die Flüchtlinge in Polen, in Prag, die Sonderzüge, die Reisebeschränkungen, die Öffnung des Zauns in Ungarn. Am Abend des 9. November, ich hatte Spätschicht, im Hallenbad war wenig los und in der Schwimmeisterkabine lief das Radio, hing ich wie gebannt an den Nachrichten.  Schneller als an jenem Abend hab ich niemals zu Feierabend die Anlage heruntergefahren, abgeschlossen und mich heimgemacht, um fernsehender Weise weiter dabei zu sein, wenn ich schon nicht in Berlin sein konnte.</p>
<p>Die Wichtigkeit des Martinstags für mich hatte schon weit vorher abgenommen. Oben schrieb ich schon, dass es in meiner Heimat im Pott nur den Nikolauszug gab, der keinen Vergleich mit den sonderbar feierlichen Eindrücken aushielt, welche Sankt Martin bei dem kleinen Jungen hinterlassen hatte.</p>
<p>Später bekam der Martinstag noch mal stärkere Aktualität. Da arbeitete ich in Köln, und der 11.11. als Beginn der Fünften Jahreszeit ist dort Nationalfeiertag. Meine liebste &#8222;Feierecke&#8220; war nicht der zum Karneval von auswärtigen Besuchern überlaufene Altermarkt oder der Heumarkt, sondern das &#8222;Fringsveedel&#8220;, wo sic hauptsächlich Einheimische auf den Beginn der Session einstimmten.</p>
<p>Leider kann ich in diesem Jahr an jenem Datum nicht nach Köln reisen oder in meinen Geburtsort. Als Ersatz werde ich mir vielleicht eine Brezel kaufen und ein kleines Martinsfeuer auf meiner Terrasse anzünden. Dabei werde ich an die Menschen denken, die mein Leben gestreift haben, es in die eine oder andere Richtung geschubst, mir Anstöße gegeben, Rat oder Hilfe, oder einfach Nähe und Wärme.</p>
<p>All diesen Menschen, ohne Ausnahme, an die ich beim Blick in die Flammen denke, bin ich unendlich dankbar. Dankbar für alles, was sie mich lehrten, mir zeigten oder mir gaben, ob bewusst oder unbewusst. Mir, der ich mich so oft wie ein Bettler fühlte, Fremde in fremder, unverständlicher Sprache um Nähe, Liebe, Geborgenheit bittend. Dankbar für den &#8222;halben Mantel&#8220;, den sie mir gaben als Schutz gegen die Kälte des Lebens. Und vielleicht ist der Martinstag in diesem Jahr auch kein trauriger, kalter November-, sondern ein bunter, von Farben warmer Herbsttag&#8230;</p>
<p style="text-align:center;">* * *</p>
<p>Beim Schreiben dieses Textes ging mir durch den Kopf, dass ich immer versuchte, nach den Idealen zu leben, die mir jener Namenstag, der dann nicht meiner wurde, in der Kindheit vermittelt hatte: &#8222;Gib, was du hast. Es gibt Menschen, die dessen bedürfen&#8220;.</p>
<p>Heute allerdings mir fiel mir auf, dass Sankt Martin, so gut gemeint die Legende auch ist,  wahrscheinlich &#8222;gut teilen hatte&#8220;: gleichgültig ob als römischer Feldherr oder als Bischof von Tours &#8211; der vermutlich wohlhabende Heilige wird wohl mehr als nur einen einzigen Mantel besessen haben, und außerdem hat er nur einen halben abgegeben&#8230;</p>
<p style="text-align:center;"> <img src='http://s1.wp.com/wp-includes/images/smilies/icon_wink.gif' alt=';-)' class='wp-smiley' /> </p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/767/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/767/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/767/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=767&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>liebe ist&#8230;</title>
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		<pubDate>Sun, 16 Oct 2011 08:56:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedankengewürfel]]></category>
		<category><![CDATA[menschen]]></category>
		<category><![CDATA[armut]]></category>
		<category><![CDATA[liebe]]></category>

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			<content:encoded><![CDATA[<p>Sie sahen einander das erste Mal auf einer Geburtstagsfeier bei gemeinsamen Bekannten. Es war dunkel, es war Abend, es war im Freien. Die Holzscheite in der alten Waschmaschinentrommel knisterten, glühten, sprühten Funken und spendeten Wärme und ein wenig  Licht. Er war froh darüber. Seine abgenutzte Kleidung  fiel den anderen dabei nicht weiter auf. Bei ihrer ersten Begegnung schon, noch ehe sie ein Wort miteinander gewechselt hatten, wusste er, dass es ihr schlecht ging. Und er wusste, dass sie krank war. Kränker als sie vor sich selbst, vor ihrer Familie und ihren Freunden zugeben würde. Sie sprachen miteinander nur wenige Worte an jenem Abend.</p>
<p>Später erkundigten sich beide bei gemeinsamen Freunden nach jenem Menschen, den sie dort getroffen hatten. Beide erfuhren, dass der andere nicht ganz einfach sei. Sie lud ihn ein. Zum Besuch, zum Kaffee. Er kam, sah die Situation, die kärgliche Umgebung, fand seinen Eindruck von der ersten Begegnung bestätigt.</p>
<p>Er mochte sie. War bereit, sich einzubringen. Er besaß selbst nicht viel. Seine alte Arbeit konnte er infolge einer Erkrankung nicht mehr ausüben, er war seit über einem Jahr arbeitslos, machte im Sommerhalbjahr einen Ein-Euro-Job bei der Stadt. Er erwartete nicht, dass sie ihr Leben nach ihm ausrichtete: Sie war es, die Kinder hatte, Tiere, eine Arbeit, eine Wohnung, die geignet lag  und den Bedürfnissen einigermaßen entsprach.</p>
<p>Häufiger besuchte er sie, freute sich darauf, richtete sein Leben auf sie aus. Er half ihr bei Haus und Garten, den Kindern bei den Hausaufgaben, unterstützte sie bei ihrer Arbeit, wenn es ihr schlecht ging, fuhr die Kinder zur Schule, wenn sie verschlafen hatten.</p>
<p>Er sprang ein, als ihr altes Auto nicht mehr verkehrssicher war, unterstützte sie mit dem Wenigen, was er selbst hatte, als die Haustiere krank wurden und vom Tierarzt behandelt werden mussten. Wenn sie mit ihrem Auto im Winter liegen blieb, grub er sein eigenes aus, war zur Stelle und schleppte sie ab. Als für ihren neuen alten Wagen Reparaturen fällig waren, sprang er selbstverständlich ein. Er wusste um ihren prekären Job, konnte sich in die Lage bei einer Privatinsolvenz hineinversetzen. Nie wäre ihm der Gedanke gekommen, für sich selbst etwas zu fordern.</p>
<p>Es war ihm selbstverständlich, für sie und die Kinder alles zu geben, was er hatte. Seine Kraft, sein Wissen, sein letztes Bisschen Besitz &#8211; von Schuhen über Kleidung bis hin zum letzten Ersparten. Selbst seine Konten löste er auf bis auf eines. Er bettelte für sie bei der Tafel, zog nachts umher und sammelte Flaschen. Seit Monaten schon konnte er kaum noch schlafen  &#8211; bestenfalls stundenweise, in kleinen Etappen. Einmal dachte er, nun sei er geeignet für den Wachdienst auf einem Segelschiff. Er brannte immer mehr aus.</p>
<p>Im Frühling spürte er, dass es nicht mehr war wie zuvor. Sie war immer noch krank. Tumore verschwinden nicht einfach. Doch es war anders. Selber zerfressen von seiner Ohnmacht, gegen die Situation ankämpfen zu müssen und nicht die nötigen Mittel zu haben, wurde er nach außen hin immer abweisender. Es war sein eigener Schrei nach Hilfe, der ungehört verhallte. Immer wieder.</p>
<p>Im Sommer endlich bekam er eine Arbeit über einen Verleiher. Eine miserabel bezahlte Drecksarbeit in einer Drecksfirma eine Autostunde entfernt. Schichtarbeit, körperlich auspowernd. An die Stelle der seelischen Ausgebranntheit seiner arbeitslosen Zeit trat nun eine körperliche. Ohnehin kein robuster Typ, nahm er innerhalb eines Vierteljahres fast zwanzig Prozent ab. Sein Gesicht wirkte eingefallen, er bestand nur noch aus Haut und Knochen. Er gönnte sich nichts. Vom kargen Lohn unterstützte er sie und die Kinder und half ihr, die Heizkosten zu stemmen. Er lebte von Brot und Kaffee. Er hoffte, nach einem halben Jahr aus dem Gröbsten heraus zu sein und wenigstens am Lohntag wieder schwarze Zahlen auf dem noch verbliebenen Girokonto sehen zu können.</p>
<p>Im Herbst ging es ihr wieder schlechter. Er war in seiner Wohnung, von der Nachtschicht zurück; er wusste es, rief sie an. Sie gestand, sie sei nicht ganz fit. Er bat sie, ihn in der nächsten Stunde, ehe er sich schlafen lege, zurückzurufen, falls es kritisch werde. Es wurde kritisch. Der Rückruf kam nach dreißig Minuten. Ohne Zögern brachte er sie ins Krankenhaus, erledigte die Formalitäten, fuhr zu ihr, versorgte die Tiere, informierte ihre Verwandten, versuchte zu schlafen, fuhr am nächsten Abend auf die Arbeit, kümmerte sich danach um ihren Sohn und die Tiere&#8230;</p>
<p>Aus dem Krankenhaus holte er sie wieder ab, kaufte ein. Drei Tage später erfuhr er per Zufall, dass sie längst einen anderen habe. Er wusste es bereits seit dem Frühling, als sie ihm das erste Mal sagte, dass sie ihn nicht mehr liebe. Am folgenden Wochenende beschloss er, in die Stadt zu fahren um für sich eine Jeans zu kaufen &#8211; sein erstes neues Kleidungsstück seit fünf Jahren&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/739/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/739/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/739/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/739/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/739/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/739/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/739/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/739/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/739/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/739/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/739/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/739/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/739/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/739/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=739&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>freudenberg und seine bäder</title>
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		<pubDate>Thu, 28 Jul 2011 08:43:54 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Freudenberg und seine Bäder Freudenberg, ein kleines Städtchen am Rande des Siegerlandes, ist pleite. Die Stadt deren Zentrum der historische &#8222;Flecken&#8220; mit seinen Fachwerkbauten ist, steht unter Zwangsverwaltung. Seit einiger Zeit tröpfeln die traurigen Nachrichten über die städtischen Bäder. Das Hallenbad im Schulzentrum müsste dringend saniert werden, auch das Freibad überlebt bestenfalls noch die Saison [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=722&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Freudenberg und seine Bäder</p>
<p>Freudenberg, ein kleines Städtchen am Rande des Siegerlandes, ist pleite. Die Stadt deren Zentrum der historische &#8222;Flecken&#8220; mit seinen Fachwerkbauten ist, steht unter Zwangsverwaltung. Seit einiger Zeit tröpfeln die traurigen Nachrichten über die städtischen Bäder.</p>
<p>Das Hallenbad im Schulzentrum müsste dringend saniert werden, auch das <a href="http://www.freudenberg-online.com/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=3216:cdu-sucht-freibad-alternativen&amp;catid=1:aktuelle-nachrichten&amp;Itemid=83" target="_blank">Freibad</a> überlebt bestenfalls noch die Saison 2011 wegen defekter Filter. Die Situation ist miserabel. Schon aktuell werden keine Saisonkarten mehr verkauft. Man hofft, durch Absatz von Mehrfachkarten die Finanzlage ein wenig zu verbessern. Das &#8222;Sommerwetter&#8220; aber hält tapfer dagegen: selbst der Himmel weint.</p>
<p>Nun kommt die regierende CDU auf die Idee, eventuell das Freibad zum Naturbad umzubauen, und schaut dabei nach <a href="http://freibad-deuz.de/" target="_blank">Deuz</a>. Dazu ein paar Anmerkungen:</p>
<p>Im Gegensatz zu Deuz, wo das Freibad in einem relativ weiten, im Grunde flachen Tal liegt, befindet sich das Freudenberger Bad in einem engen Taleinschnitt. In Deuz konnte auf großzügigem Gelände ein Reinigungsteich angelegt werden, für den in Freudenberg wohl kaum Platz wäre. Solch eine natürliche Filteranlage muss auch gegen Betreten und verunreinigen geschützt werden können.</p>
<p>Trotz des Reinigungsteiches reicht in Deuz in betriebsstarken Zeiten allein die natürliche Reinigung nicht aus; es muss Frischwasser zugesetzt werden. Die Deuzer schaffen das, weil sie direkten Zugriff auf ein Brunnenhaus hinter den Tennisplätzen haben. Dort besteht ein Vertrag mit der Gemeinde über Wasserentnahme zu Preisen, die erheblich unter denen von Leitungswasser liegen.</p>
<p>Diese Wasserzugabe ist in warmen Zeiten nötig, damit die Temperatur des Badewassers nicht über 24 Grad steigt. Ist das über längere Zeit der Fall, dann kippt die biologische Klärung bei starkem Betrieb um. Die Brunnenanlage enthält auch einen entkeimenden UV-Filter, der nicht umsonst zu haben ist.</p>
<p>Die Sanierungskosten in Freudenberg werden auf einen sechstelligen Betrag geschätzt. Die Umbauten in Deuz verursachten meines Wissen Kosten von über 700.000 Euro, von denen einen erheblichen Teil die Gemeinde Netphen getragen hat, <a href="http://kohlenschipper.wordpress.com/2010/03/11/ferienwetter/" target="_blank">um das alte, marode Bad loszuwerden</a>.</p>
<p>Deuz wurde von einem Trägerverein übernommen. In diesem arbeiteten engagierte, zum Teil auch recht wohlhabende Bürger mit. Diese investierten regelmäßig eine Menge Zeit, Berufserfahrung, Arbeit und steckten auch eigenes Geld in den Umbau. Der Verein war im übrigen recht erfolgreich beim Einwerben von Zuschüssen.</p>
<p>Die nachträglich installierte (gebrauchte) Solar-Heizungsanlage in Deuz war eine Spende und wurde aufwendig wieder instandgesetzt und mit dem vorhandenen Heizungssystem über Wärmetauscher verbunden, das Eintrittssystem mit Chip für Früh- und Spätschwimmer musste angeschafft, installiert und programmiert werden und die damit verbundene alljährliche Ausgabe der Schlüssel gegen Pfand und Haftungsausschlusserklärung, ihre Freigabe im System sowie die Rücknahme erfordert auch einen gewissen Verwaltungsaufwand.</p>
<p>Der Verein ist kreativ was Veranstaltungen, Baumaßnahmen, Organisation von Abläufen etc. angeht und die Gemeinde hält sich raus.</p>
<p>Schwimmaufsicht führen Rettungsschwimmer durch, die selbständig arbeiten und darin und in ihrer Autorität den Badegästen gegenüber vom Vereinsvorstand vorbildlich unterstützt werden. Die Pflege der aufwendigen Grünanlagen leisten Mitglieder des Vereins; die Rasenpflege habe ich in meiner Zeit als Aufsicht dort in betriebsschwachen Zeiten, auch morgens oder abends, neben der Aufsicht, dem Kassieren und dem Überwachen der Pumpenanlagen geleistet.</p>
<p>Die Entlohnung für die umfangreiche Arbeit und Verantwortung war anständig und angemessen. Es war kein Billigjob &#8211; weder von der Aufgabe her noch was die Bezahlung anging. Auch und gerade in einer solchen Anlage muss eine Person fest da und als Aufsicht, Ansprechpartner, Krisenmanager etc. vorhanden sein &#8211; den Traum vom &#8222;billigen Rettungsschwimmer&#8220;, der nur Beckenaufsicht machen muss, sollte man sich abschminken.</p>
<p>Die Preise in Deuz sind im übrigen im Vergleich zu Freudenberg moderat. Als Beispiel seien die Zehner- oder Saisonkarten für Kinder oder Familien genannt.</p>
<p>Ich sehe für Freudenberg, all das zusammen betrachtet, kaum eine Möglichkeit, das Deuzer Beispiel zu kopieren. Und die Hallenbadsituation würde z.B. für Schulkinder oder Winterschwimmer (die Hallenbadsaison ist halt im Siegerland immer länger als der &#8222;Sommer&#8220;) um keinen Deut verbessert &#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/722/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/722/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/722/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/722/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/722/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/722/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/722/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/722/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/722/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/722/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/722/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/722/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/722/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/722/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=722&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>frischluft als problem</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Jul 2011 14:49:06 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Nach dem Bericht über den GTL heute eine aktuelle Geschichte zum aktuellen Auto. Genauer: über kleine Youngtimer-Reparaturen oder Problemchen mit &#8222;Luxusautos&#8220;. Das aktuelle Auto also ist ein Ford Sierra des Baujahrs 1991. Ihn bekam ich im Jahr 2009, nachdem mein Astra Im Alter von 250.000 km auf der Autobahn bei Stuttgart mit einem kapitalen Motorschaden [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=660&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Nach dem Bericht über den GTL heute eine aktuelle Geschichte zum aktuellen Auto. Genauer: über kleine Youngtimer-Reparaturen oder Problemchen mit &#8222;Luxusautos&#8220;.</p>
<p>Das aktuelle Auto also ist ein Ford Sierra des Baujahrs 1991. Ihn bekam ich im Jahr 2009, nachdem mein Astra Im Alter von 250.000 km auf der Autobahn bei Stuttgart mit einem kapitalen Motorschaden verendet war. Gute Gebrauchtwagen zu bezahbaren Preisen waren damals rar. Jeder, der ein altes Auto hatte und etwas Geld, kassierte die Abwrackprämie. Der Markt war leergefegt, die Plätze der Autoverwerter voll: Viele Fahrzeuge kamen in noch einwandfreiem Zustand in die Presse, oft grad frisch vom TÜV.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/tacho.jpg"><img class="size-medium wp-image-665 alignleft" title="Kilometer" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/tacho.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Der Zufall wollte es, dass die kleine Autowerkstatt hier im Ort nach 18 Jahren einen Ford Sierra zurückgenommen hatte. Der Vater des Werkstattinhabers, damals noch Ford-Händler, hatte ihn neu einer älteren Dame verkauft, die nun nicht mehr selbst fahren wollte oder konnte. Der Wagen war jedes Jahr dort zur Inspektion &#8211; mit Laufleistungen um 1.700 Kilometer im Jahr(!). Kilometerstand im Juli 2009: original 30.415 km&#8230;</p>
<p>Die Besitzerin hatte das Fahrzeug nur für keinere Strecken im Ort benutzt, es stand stets in einer Garage, war bis dato niemals bei Regen, Eis oder Schnee bewegt worden, besaß aber gleichwohl neuwertige Sommer- und Winterreifen. Sein früheres Zuhause war gute hundert Meter von meinem entfernt. Obwohl ich dort täglich vorbeikomme hatte ich ihn in den sechzehn Jahren, die ich hier wohne, noch niemals gesehen. Der Zustand war praktisch neuwertig, innen wie außen.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/heck.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-662" title="der Neue" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/heck.jpg?w=300&#038;h=211" alt="" width="300" height="211" /></a>Der Sierra hat Stufenheck, eine 2,0-l-DOHC-Maschine mit 120 PS, Ghia-Ausstattung mit höhenverstellbarem Fahrersitz, Lendenstütze, Mittelarmstütze, Leseleuchten, Fußraumbeleuchtung, er besitzt noch die echten Fußmatten von 1991, hat Servolenkung, Lenkradverstellung, Nebelscheinwerfer, Zusatzfernlicht, beheizte Waschdüsen, heizbare Heck- und Frontscheibe(!) sowie elektrisch verstell- und beheizbare Außenspiegel. Außerdem sind ABS, Alarmanlage, elektronische Wegfahrsperre, Zentralverriegelung, elektrisches Glasschiebedach und Fensterheber rundum vorhanden.</p>
<p>Was noch dabei war: eine Anhängerkupplung. Nicht dabei waren lediglich Airbags (pfff!), Standheizung oder Klimaanlage, ebensowenig  Mängel oder Rost. Nirgends. Selbst unter der Haube glänzte noch die Neuwagenversiegelung des Motorblocks. Henry, der Werkstattmann, hatte nur einige gealterte Gummileitungen, Keilriemen und sämtliche Flüssigkeiten ersetzt und einen Kaltlaufregler für &#8222;Euro2&#8243; nachgerüstet.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/maschine.jpg"><img class="size-medium wp-image-667 alignleft" title="Maschine" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/maschine.jpg?w=300&#038;h=224" alt="" width="300" height="224" /></a>Ich wollte kein Stufenheck. Und ich wollte kein Dunkelgrau. Ich wollte weder eine Heckschleuder noch überhaupt einen Ford. Allerdings brauchte ich ein Auto und hatte nur 2.500 Euro, und zu diesem Preis war praktisch nichts zu bekommen.</p>
<p>Henry ließ mich probefahren. Er hatte zuvor meinen Astra im Pflege und ließ mich sogar nach Stuttgart fahren, um dessen Entsorgung zu regeln. Das zog. Eine Woche später war der Ford meiner. Ich fahre ihn gern, derzeit rund 10.000 km im Jahr. Zwischenzeitlich machte mal der Leerlauf Probleme, aber eine neue gebrauchte Lambdasonde regelt das jetzt.</p>
<p>Vorige Woche allerdings kriegte ich die Krise. Bei warmem Wetter und Sonne fahre ich gern offen. An jenem Nachmittag zog plötzlich ein Gewitter auf. Nun gut: Knöpfe für Scheibenheber drücken, Knopf für Schiebedach drücken, fertig.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/openair.jpg"><img class="size-medium wp-image-669 alignright" title="open air" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/openair.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Denkste. Knöpfe sind meist zwar bequemer als Kurbeln, gelegentlich aber auch nicht. &#8222;Surrr&#8220; &#8211; &#8222;Pitsch&#8220;. Man hörte die Sicherung durchknallen. Dreißig Ampere &#8211; einfach so. Zu viele Fenster geichzeitig? Bisher klappte das stets. Nun aber stand er offen: Schiebedach und alle Viere. Meine Idee: Sicherung suchen, ersetzen, fertig.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/bordbuch.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-671" title="Handbuch-Seite &quot;Sicherungen&quot;" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/bordbuch.jpg?w=300&#038;h=205" alt="" width="300" height="205" /></a>Handbuch raus, Sicherung gefunden, gezogen: Klar durchgebrannt. Die einzige 30-A-Sicherung im Kasten. Kein Ersatz. Hilfsweise die 25er vom Lüftermotor umgesteckt. Tastendruck, &#8222;Pitsch&#8220;.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/30amp.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-673" title="30 Ampere - durch" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/30amp.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Aus der Werkzeugkiste ein Tapeziernägelchen geschnappt, geköpft, krummgebogen und hilfsweise als &#8222;Sicherung&#8220; gesteckt &#8211; Schiebedach ging zu. Vordere Fenster einzeln &#8211; klappte auch.  Hinten links -  ok. hinten rechts: &#8222;Ssss&#8220; &#8211; &#8222;Pitsch&#8220;. Das Nägelchen war durch, die Sicherungsfassung leicht angesengt, und ich restlos fertig. Irgendwann kam ich darauf, dass sich an den Rücksitzen ebenfalls Schalter für die hinteren Scheiben befinden. Neuer Nagel, hinteren Schalter betätigt &#8211; Scheibe oben. Mittlerweile goss es aus Eimern&#8230;</p>
<p>Vier Tage fuhr ich nun immer darauf bedacht, die Heckfenster nicht zu öffnen. Heute überlegte ich mir, dass der Fehler möglicherweise in der vorderen Schaltereinheit sein könnte, und begann, sie auseinanderzupuhlen:</p>
<p>Schaltereinheit auf der Mittelkonsole<br />
<a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/ausbau.jpg"><img class="size-medium wp-image-675 alignleft" title="Sceibenheber-Schalter-Versammlung auf der Mittelkonsole. Der Mittlere gibt die Bedienung für die Rückbänkler frei" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/ausbau.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><br />
Ausbau der Schaltereinheit:  zuerst unten, dann oben mit einem kleinen Schraubendreher vorsichtig heraushebeln.<br />
<a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/schalter-ausgebaut.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-677" title="ausgebaut" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/schalter-ausgebaut.jpg?w=225&#038;h=300" alt="" width="225" height="300" /></a><br />
Steckerleisten abziehen.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/oeffnen.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-679" title="öffnen" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/oeffnen.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Gehäuse öffnen: jeweils unterhalb der Schlitze für die Rastnasen vorsichtig den Schraubi ansetzen und hebeln.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/offen.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-681" title="Schalter aus der Box" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/offen.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/schaltfehler.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-683" title="Schalt-Fehler" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/schaltfehler.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Anschließend den Wippschalter-Knopf, der das Durchberennen der Sicherung auslöst, und der in zwei Rast-Nasen steckt, nach oben abziehen. Achtung: darunter befinden sich Kleinteile, die nicht verloren gehen dürfen. Im Knopf stecken zwei Kunststoffstifte, die herausfallen können, und darunter kleine Metallzungen.</p>
<p>Unter den Knöpfen liegen jeweils parallel zwei geprägte Metallzungen. Eine schließt den Kontakt beim Herunter-, die andere beim Hochfahren der Scheibe. Unter dem Knopf für &#8222;hinten rechts&#8220; war eine Zunge aus der Halterung gesprungen und lag quer über ihrer &#8222;Nachbarin&#8220;. Das löste bei &#8222;Hochfahren&#8220; den Kurzschluss aus.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/korrigiert.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-686" title="korrigiert" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/korrigiert.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Die Zungen gereinigt, gerichtet, gefettet und wieder ordentlich nebeneinander gebettet, den Knopf aufgesetzt, Schaltereinheit zusammen- und in die Konsole gebaut, die keineswegs normgerechte Nagelbrücke im Sicherungskasten durch eine ordentliche 30A-Sicherung ersetzt, und nun fährt er auf Knopfdruck wieder nach Wahl: &#8222;open air&#8220; oder &#8222;tutto chiuso&#8220;.</p>
<p>Zum Glück genügt für solcherlei Reparatürchen selbst beim Sierra noch ein Feinmechanik-Schraubendreher &#8211; oder wahlweise eine Nagelfeile.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/tuttochiuso.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-688" title="tutto chiuso" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/07/tuttochiuso.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Doch es soll mittlerweile sogar Autos geben, die nach einiger Zeit des Parkens ihre Fensterscheiben ganz von allein und ohne jeden Knopfdruck runterlassen.</p>
<p>Ich glaube, ein deutscher Hersteller mit Stammsitz in Wolfsburg  hatte damit vor kurzem selbst bei Fahrzeugen mit vier Ringen im Emblem, für die er eine ungefähr sechsstellige Summe verlangt, ziemliche Probleme, und da half weder ein kleiner Schraubendreher noch ein großer, und weder Nagel- noch Schrubbfeile&#8230;</p>
<p>Fazit: Manchmal sind die altmodischen Handkurbeln doch einfach besser als dieser ganze moderne elektrische Kram&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/660/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/660/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/660/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=660&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">kohlenschipper</media:title>
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			<media:title type="html">Kilometer</media:title>
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			<media:title type="html">der Neue</media:title>
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			<media:title type="html">Maschine</media:title>
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			<media:title type="html">open air</media:title>
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			<media:title type="html">Handbuch-Seite &#34;Sicherungen&#34;</media:title>
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			<media:title type="html">30 Ampere - durch</media:title>
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			<media:title type="html">Sceibenheber-Schalter-Versammlung auf der Mittelkonsole. Der Mittlere gibt die Bedienung für die Rückbänkler frei</media:title>
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			<media:title type="html">ausgebaut</media:title>
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			<media:title type="html">öffnen</media:title>
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			<media:title type="html">Schalter aus der Box</media:title>
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			<media:title type="html">Schalt-Fehler</media:title>
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			<media:title type="html">korrigiert</media:title>
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			<media:title type="html">tutto chiuso</media:title>
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		<title>fünfzig jahre renault 4</title>
		<link>http://kohlenschipper.wordpress.com/2011/06/02/funfzig-jahre-renault-4/</link>
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		<pubDate>Thu, 02 Jun 2011 15:11:05 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
				<category><![CDATA[querbeet]]></category>
		<category><![CDATA[tradition]]></category>
		<category><![CDATA[50 Jahre]]></category>
		<category><![CDATA[auto]]></category>
		<category><![CDATA[geschichte]]></category>
		<category><![CDATA[GTL]]></category>
		<category><![CDATA[Jubiläum]]></category>
		<category><![CDATA[R4]]></category>
		<category><![CDATA[Renault]]></category>

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		<description><![CDATA[(k)ein Nachruf Fünfzig Jahre wird er im August und ist folglich nur wenig jünger als ich. Zeit, sich nochmal zu erinnern. Seit 1961 wurde er gebaut. Er war mein erstes richtiges Auto. Und mein zweites. &#8222;Richtiges&#8220; deshalb, weil mein allererster fahrbarer Untersatz ein R6 war. Aber nur kurz: Auf der Kreuzung direkt vor der Haustür [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=626&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>(k)ein Nachruf</h3>
<p>Fünfzig Jahre wird er im August und ist folglich nur wenig jünger als ich. Zeit, sich nochmal zu erinnern. Seit 1961 wurde er gebaut. Er war mein erstes richtiges Auto. Und mein zweites. &#8222;Richtiges&#8220; deshalb, weil mein allererster fahrbarer Untersatz ein R6 war. Aber nur kurz: Auf der Kreuzung direkt vor der Haustür zeigte mir ein entgegenkommender links abbiegender Granada seine rechte Breitseite und fing mich damit auf. Das war das schnelle Ende des R6, und deshalb zählt der nicht.</p>
<p>Der erste R4 war gelb. Richtig gelb, nicht so blass wie die paar gelben Autos, die man heute sieht &#8211; wenn überhaupt. Ungefähr postautogelb. Ein TL mit der 850er Maschine. Er verendete nach zwei Jahren treuer Dienste auf einer Wochenendheimfahrt von der Uni am Bochumer Kreuz. Der Händler nahm die Reste zurück und verkaufte mir den nächsten.</p>
<p>Der war rot. Einer der ersten GTLs. Elfhunderter Motor, brauchte Super, zog besser durch und verbrauchte so um die fünf Liter auf Hundert. &#8222;&#8230;zog besser durch&#8220; ist gut. Anfang der 80er Jahre hatten viele LKW noch keinen Begrenzer und liefen bergab auf der A45 auch schon mal hundertzwanzig. Mit so einem Teil im Nacken merkte man auch im GTL, dass die Endgeschwindigkeit sich doch im sehr humanen Rahmen bewegte. Bei knapp 130 Tacho war Schluss. Der ging eh nur bis 130.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/06/r4.jpg"><img class="size-medium wp-image-631 alignleft" title="R4" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/06/r4.jpg?w=295&#038;h=218" alt="" width="295" height="218" /></a>Fachkundige Leser schließen daraus messerscharf, dass es wirklich noch das alte Modell war mit schwarzem Plastik-Armaturenbrett, mit der Handbremse vorne links &#8211; auf die Vorderräder &#8211; und dem Auspufftopf unter dem linken Kotflügel. Dort litt der vor allem im Winter vor sich hin und war spätestens alle zwei Jahre fällig. Ganz zum Schluss konstruierte Renault das noch um und verlegte den Topf unterflur sowie das Endstück vorm Hinterrad weg unter die Stoßstange, wie bei richtigen Autos.</p>
<p>Bei diesem letzten von außen kaum erkennbaren Facelift bekam der GTL auch das andere Armaturenbrett mit dem moderneren Tacho des R5, der bis 160 hätte anzeigen können und mit der Doppereihe großer Kontrolleuchten, bunteres, aber ebenso bequemes Gestühl und sogar Scheibenbremsen für die Vorderräder, obwohl die Bremsen eh nicht schlecht waren &#8211; außer, dass die Handbremse im Winter schon mal festfror.</p>
<p>Die einfache Bauart des Kleinkombis hatte schon was: Unter der Rücksitzbank vier Schrauben gelöst, raus mit dem Teil und man bekam einen Zweisitzer mit komplett ebener Ladefläche. Praktischer gings kaum für studentische Umzüge. Was den Motor anging, ok &#8211; da blieb auf der Bahn das Gas schon mal bei Vollgas hängen. Abhilfe: Vor der Autobahnausfahrt Zündung aus, rausrollen, anhalten, aussteigen, Haube auf und den Zug wieder in die Führungsrille des Drehschenkels am Vergaser einlegen.</p>
<p>Jo, auch der Vergaser vom GTL hatte was. Mein Werkstattfuzzi meinte nämlich, der GTL habe doch den gleichen größeren Motor wie der R6 und auch denselben Vergaser. Um die Geschichte für den GTL von 45 auf 34 PS zu drosseln sei Renault auf die genial einfache Idee gekommen, dem Teil einen Drosselklappenanschlag in Form einer Madenschraube zu verpassen. Der LKW-verfolgte Student kam daher auf die ebenso genial-einfache Idee, diese Schraube rauszudrehen und zu schauen, ob die Drosselklappe nun auch ganz aufginge.</p>
<p>Sie ging. Und der rote R4 ging anschließend geschätzte hundertvierzig. Die Tachonadel jedenfalls verschwand jenseits der 130 unter dem Rand des Displays und zeigte bei voller Fahrt irgendwo senkrecht nach unten. Das Gefühl der Bedrängnis auf der Bahn verschwand damit ebenfalls&#8230;</p>
<p>Im Winter war er gut. Bis auf die Heizung. Die entsprach französischem Klima, nicht dem im Sauerland. Die Fahreigenschaften bei Eis und Schnee aber waren genial, bestenfalls übertroffen vom Käfer. Eine Umdrehung des Anlassers reichte auch bei eisigen Temperaturen, den kalten Motor zu starten. Mit Choke, klar. Der war auch praktisch, wenn man wirklich mal ohne Beifahrer im Tiefschnee festsaß: Choke raus, zweiten Gang rein, einkuppeln, Räder durchdrehen lassen, aussteigen, anschieben, reinspringen.</p>
<p>Sein Fahrverhalten war einfach gutmütig. Die Seitenneigung zeigte deutlich an, wann das Tempo in einer Kurve zu heftig wurde, und selbst als in einer solchen ein runderneuerter Winterreifen an der Vorderachse sich verabschiedete, war das kein Grund für einen Ausflug ins Gebüsch.<br />
Bei richtigen Autos räumt man in solchem Fall zunächst den Kofferraum aus um an Wagenheber, Kurbel, ggfs. Schraubendreher und an das meist noch pieksaubere Reserverad zu gelangen. Nach dem Radwechsel räumt der moderne Automobilist sein Auto wieder ein, überlegt, wo er den sperrigen, dreckigen kaputten Vollformatreifen unterbringt und humpelt dann auf dem Notrad zum nächsten Reifenhändler.<br />
R4? Motorhaube auf, Wagenheber und Kurbel raus, Heckklappe auf , Wagenheberkurbel neben dem Schloss ansetzen und das Reserverad herunterkurbeln. Das hängt in einem Gestell unter dem Kofferraum. Außen. Und ist schon bei der Montage gewöhnlich entsprechend dreckig. R4 aufbocken, (einschließlich Radkappe) maximal vier Schrauben lösen, Rad ab, Rad dran, runterlassen, defektes Rad in die Aufhängung, hochkurbeln, Werkzeug zurück in den Maschinenraum, Luken zu und weiter.</p>
<p>In einem Winter hat der GTL, als er bei Glatteis nicht um die Kurve, sondern mal geradeaus wollte, unterwegs eine Warntafel umgeboxt und sich dabei die vordere Stoßstange verbogen: Siebzehner Schlüssel, vier Schrauben ab, Stoßstange mit dem Knick in den Schraubstock, Schraubstock zugedreht, Stoßstange gerade, vier Schrauben wieder dran, fertig. Versuch das mal heute&#8230;</p>
<p>Manchmal, ziemlich selten, fuhr auch der R4 nicht. Einmal direkt nach einem Werkstattbesuch, auf der Rampe eines Parkhauses. Der R4 bremste sebsttätig &#8211; und blieb stehen. Rückwärts wieder runter war kein Problem. Beim nächsten Versuch allerdings bockte er an genau der gleichen Stelle. Es stellte sich heraus, dass das neu eingebaute Handbremsseil irgendwo verkehrt verlegt war. Bei vollem Einschlag der Lenkung blieb es an einer Schraube der Radaufhängung hängen und zog dadurch quasi die Handbremse. Das konnte ganz ohne Ersatzteile behoben werden.</p>
<p>Im zweiten Fall war ohne Teile und Werkzeug nichts zu machen. Wenn nämlich bei eingelegtem Gang kein Vorwärtskommen war und der Motor leer drehte. Dann war die Befestigung zwischen Getriebe, das vor dem Motor lag, und dem vorderen Querträger abgerissen. Der Übeltäter bestand aus zwei Stahlplatten (eine am Rahmen, eine am Getriebe mit jeweils vier Schrauben fixiert) mit einem Hartgummiblock dazwischen. Letzterer war irgendwann erledigt und das komplette Teil musste ersetzt werden. Dazu brauchte man den Wagenheber und einen 13er Schlüssel. Wagenheber unter das Getriebe, Platte ab, Platte ran &#8211; dabei mit wenigen Umdrehungen des Wagenhebers das Getriebe auf Niveau bringen &#8211; und der Renault fuhr wieder.</p>
<p>Eigentlich war der Renault ein Sommerauto. Die Schiebefenster waren ebenso praktisch wie der filterfreie Frischlufteinsatz unter der Windschutzscheibe. Die Schiebefenster auch deshalb, weil man den GTL ohne Schlüssel öffnen konnte: Handballen aufs Fenster drücken, kurzer Ruck nach vorn und die Scheibe ging auf. Nur für den Fall, dass man gar keinen &#8222;Schlüssel&#8220; zur Hand hatte. Denn die Türschlösser ließen sich selbst mit einer Nagelfeile öffnen oder schließen.</p>
<p>Die Zweitfunktion der Frischluftklappe war weniger nützlich. Sie diente der Innenbewässerung. Die Klappe war nie richtig dicht zu bekommen, und so stand nach kräftigem Regen stets Wasser im Fußraum. Gelegentlich bemerkte man das erst, wenn der Innenraum des R4 zu müffeln begann. Denn das Wasser machte sich hinter der Fußbodenmatte aus Gummi ab in die dicke Filz-Dämm-Matte zwischen Bodenblech und Fußbodenmatte. Dort konnte es schimmeln und rosten. Abhlfe bestand in regelmäßigem Entfernen und Trocknen der Matten, Anstrich mit Unterbodenschutz innen sowie in zwei kleinen Bohrungen im Bodenblech, damit die reingelaufene Suppe auch wieder nach draußen konnte. Der TÜV hat das übrigens nie bemängelt&#8230;</p>
<p>Rostanfällig waren auch die Bleche an den Verbindungsstellen: unter dem Heckfenster und an den vorderen Kotflügeln im Motorraum. Letztere waren der Grund, weshalb ich den GTL, den ich im Alter von vier Jahren bekam, nach weiteren vier Jahren und hunderttausend Kilometern schließlich verkaufte: die salzhaltigen Mittelgebirgswinter hatten ihn regelrecht zerfressen.</p>
<p>Ich bin heute noch traurig, dass Renault so wenig für die Rostvorsorge getan hat, dass alle Bemühungen mit Teroson&amp;Co Flickwerk und am Ende erfolglos blieben. Als einfaches, anspruchsloses und zuverlässiges Auto jedoch halte ich auf den R4 noch immer große Stücke. Mit keinem anderen Wagen hätte ich mich getraut, bei Oberhundem im Sommer die Schipiste raufzuheizen, um den LKW auf der gewundenen Landstraße mitsamt der langen Kolonne, die hiner ihm her kroch, zu überholen&#8230;</p>
<p>Auch wenn ich jetzt einen Wagen fahre, der &#8211; obwohl im vorletzten R4-Baujahr (Produktionsende in Kolumbien: 1992) gebaut &#8211; Sitzhöhenverstellung, Servolenkung und ABS besitzt, beheizte Waschdüsen und Außenspiegel, und der und fast viermal soviel PS hat wie der R4: Den GTL würde ich liebend gern nochmal fahren, mit seiner Revolverschaltung, der Handbremse vorn, den Schiebefenstern, und dem Blinkerhebel &#8211; ohne Rückstellfunktion &#8211; auf der &#8222;falschen&#8220; Seite und der Hupe auf dem Scheinwerfer-Schalthebel, den Uneingeweihte für den Blinker hielten. Scheinwerfer-Höhenverstellung zumindest hatte der R4 schon längst &#8211; wenn auch von Hand und von außen&#8230;</p>
<h2 style="text-align:center;">* * *</h2>
<p>Nachtrag:</p>
<p>Etwa 2.000 Renault 4 sind in Deutschland noch zugelassen, wenn die Zahl stimmt (Kraftfahrt-Bundesamt). Neulich sah ich noch einen fahren. Der war aber weder gelb noch rot, sondern glänzend. Sein Besitzer hatte ihn komplett zerlegt, feuerverzinkt und dann nicht mehr lackiert!</p>
<h2 style="text-align:center;">* * *</h2>
<p>Heise hat übrigens eine wunderschöne <a href="http://www.heise.de/autos/artikel/Bilder-vom-Kultauto-50-Jahre-Renault-4-1241194.html" target="_blank">Jubiläums-Bilderstrecke</a> zu dem Autochen &#8230;.</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/626/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/626/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/626/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=626&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>wohin?</title>
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		<pubDate>Sat, 09 Apr 2011 19:37:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
				<category><![CDATA[gedankengewürfel]]></category>
		<category><![CDATA[menschen]]></category>

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		<description><![CDATA[Diese Geschichte betrifft einen ältereren Herrn, der mittlerweile seit Jahrzehnten immer im November in Urlaub fliegt. Wohin es geht, ist ihm ebenso klar wie den Freunden, die er seit langen Jahren immer wieder am Urlaubsort trifft:  Es geht auf eine Mittelmeerinsel, die zu einem nordafrikanischen Staat gehört. Dort kennt man die Leute, und man kennt [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=616&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p>Diese Geschichte betrifft einen ältereren Herrn, der mittlerweile seit Jahrzehnten immer im November in Urlaub fliegt. Wohin es geht, ist ihm ebenso klar wie den Freunden, die er seit langen Jahren immer wieder am Urlaubsort trifft:  Es geht auf eine Mittelmeerinsel, die zu einem nordafrikanischen Staat gehört. Dort kennt man die Leute, und man kennt sich da aus. Die Frage &#8222;wohin?&#8220; in der Überschrift betrifft also nicht das Reiseziel, sondern etwas anderes:</p>
<p>Nach dem letzten Urlaub beklagte sich der ältere Herr, das mit dem Fliegen werde immer komplizierter,  Senieoren würden immer mehr überfordert. Schon wieder gebe es neue Regelungen betreffend dem, was man im Handgepäck mitführen dürfe und was nicht.  Er wisse kaum noch, was er wo einpacken oder überhaupt noch mitnehmen dürfe. Das könne sich ja bald kein Mensch mehr merken.</p>
<p>Jener Herr hatte gerade zuvor eine Anzahl Gläser in den Container nicht weit von seiner Haustür geworfen. Vom Schalk gebissen fragte ich ihn, wie denn die Modalitäten für Papierabfall etc. in seiner Stadt wären.  Das hätte ich besser nicht getan. Der Senior überlegte kurz, holte  tief Luft und legte los. Komprimiert ergab sein Vortrag etwa Folgendes:</p>
<p style="padding-left:30px;">Müll bitte nicht in den Ofen, sondern in die graue Tonne. Wenn grüner Punkt drauf nicht in die graue, sondern in die gelbe Tonne.  Außer Papier. Das, auch mit grünem Punkt, in die blaue.<br />
Und außer Glas. Dieses, wenn durchsichtig, in den weißen Container, wenn braun oder grün, in den grünen.<br />
Grüner-Punkt-Gebinde von Farben, Lacken und Lösungsmitteln nicht in die Tonne, sondern zum Schadstoffmobil. Glühbirnen, obwohl Glas, auch. Gebinde mit eingetrockneten Farben statt zum Schadstoffmobil in die graue Tonne. Batterien nicht zum Schadstoffmobil, sondern zum Einzelhändler, Einwegflaschen von Getränken auch.  Einwegflaschen von &#8222;Diät&#8220;-Drinks dagegen in die gelbe Tonne.<br />
Joghurt- und Margarinebecher in Schwaben gespült in die gelbe Tonne, in NRW ungespült.<br />
Volle Staubsaugerbeutel laut Gemeinde in den Sondermüll, beim Schadstoffmobil werde aber gesagt, kann in die graue Tonne.<br />
Essensreste in die braune Tonne, außer gekochte Reste, die in die graue. Oder alles in den eigenen Komposter. Aber erst nach Antrag bei der Gemeinde, Nachweis des Komposters und von Gartengrund, wo der Kompost verwendet werden kann, und gegen Befreiungsgebühr.<br />
Müllabfuhr donnerstags. Alle vierzehn Tage Blau und Grau bzw Gelb und Braun. Ist in der Woche danach ein Feiertag, dann Müllabfuhr einen Tag früher (Blau/Grau bzw Gelb). Biomüll (braune Tonne) dagegen wird Freitag alle zwei Wochen von Mai bis Oktober, alle drei Wochen von November bis April am Freitag geleert. Ist Freitag Feiertag, erfolgt Leerung Samstag.<br />
Tonnen mit den Rädern zum Fahrbahnrand auf dem Bürgersteig aufstellen bis 7 Uhr; stehen sie anders, wird nicht geleert.</p>
<p>Als der Dozent dazu ansetzte,  sich auch noch detailliert über die Modalitäten der Sperrmüllabfuhr auszulassen, unterbrach ihn meine Frage, was denn nun an der Handgepäckregelung so viel schwieriger sei als bei der Müllabfuhr?<br />
Der Herr schwieg &#8211; mich mit ungläubig-verwundertem Blick anstarrend&#8230;</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/616/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/616/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/616/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/616/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/616/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/616/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/616/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/616/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/616/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/616/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/616/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/616/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/616/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/616/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=616&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>was bleibt?</title>
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		<pubDate>Wed, 09 Feb 2011 14:40:11 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[Vor gut eineinhalb Jahren lernte ich dich kennen, dein faszinierendes Gesicht, deine immer freundliche Art, deine Neugier, dein weiches, rotes Haar. Vieles habe ich seitdem von dir gelernt, mir manchmal Sorgen gemacht, wenn du verschwandest. Mich gefreut, wenn du dich nach einiger Zeit wieder meldetest. Deine Nähe genossen und mich bei dir wohlgefühlt. Nun ist [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=591&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/02/pict0451.jpg"><img class="alignright size-medium wp-image-592" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/02/pict0451.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Vor gut eineinhalb Jahren lernte ich dich kennen, dein faszinierendes Gesicht, deine immer freundliche Art, deine Neugier, dein weiches, rotes Haar. Vieles habe ich seitdem von dir gelernt, mir manchmal Sorgen gemacht, wenn du verschwandest. Mich gefreut, wenn du dich nach einiger Zeit wieder meldetest. Deine Nähe genossen und mich bei dir wohlgefühlt.</p>
<p>Nun ist da Leere, Max.  Leere in deinem Sessel, auf deinem Lieblingsplatz auf der Lehne des Sofas, Leere an deinem Aussichtsplatz am Küchenfenster. Leere an deinem Fressnapf, deinem Hochsitz auf dem alten Baumstumpf im Garten. Es fehlt dein energisches Auftreten zur Essenszeit, das Schnappen der Türklinke, wenn Du auf Exkursion gingst, das klägliche Maunzen nach einer späten Heimkehr, wenn die Kellertür schon abgeschlossen war, es fehlt das Klingeln deines Halsbandes bei den Versuchen, dich heimlich davonzuschleichen.</p>
<p>Du warst Pazifist. Wärest nie auf die Idee gekommen, zu schlagen, zu beißen oder zu kratzen. Weder, wenn ich dich auf den Arm nahm um dir Medizin zu verabreichen, noch beim Tierarzt, der dir im letzten Jahr den Blasenkatheter legen musste, weil dein Harnleiter verstopft war. Auch in den Weihnachtstagen ließest du dir das gefallen; du wusstest, dass es keine Quälerei war, sondern Notwendigkeit.</p>
<p>In der Zeit, bevor ich dich kennenlernte, hattest du bereits einige harte Jahre hinter dir. Aufenthalt bei Menschen, die Katzen mit Chips und Pizza füttern, sie mit Messern traktieren, ihnen weder Auslauf noch ein anständiges Klo bieten.</p>
<p>Danach kamst du zu Frauchen, fandest ein großes Haus, einen weitläufigen Garten und einen Dosenöffner, der deiner bedurfte: Jemandes, der spürte, wenn es ihr schlecht ging. Nach dem Umzug ins kleine Haus warst du enttäuscht, dass du in der Wohnung bleiben musstest wegen der unmittelbaren Nähe zur vielbefahrenen Straße. Nach einiger Zeit stelltest du fest, dass du durch den Keller in den kleinen Garten ausbüxen konntest. Du liefst nicht auf die Straße, sondern in die Wiesen, besuchtest das alte Haus und fandest dort Leere, drinnen wie im Garten, und kamst zurück.</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/02/pict0447.jpg"><img class="alignleft size-medium wp-image-593" title="Forschung" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/02/pict0447.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a>Waren wir fort, saßest du am Fenster und begrüßtest uns bei der Heimkehr. Gelegentlich unternahmst du kleine Raubzüge in die Küche, wenn niemand da war. Du warst zufrieden.<br />
Und der Tumor in deiner Blase wuchs immer weiter, und der Gries nahm immer mehr zu. Am Wochenende wurdest du lethargisch, wolltest weder fressen noch trinken. Du hattest Schmerzen, wenn man dich auf den Arm nahm.</p>
<p>Der Tierarzt versuchte am Montag, dir nochmal einen Katheter zu legen, um deine Blase zu leeren, hatte aber wegen des stark gewachsenen Tumors keine Chance mehr. Der Katzengott hatte dir ein langsames und schmerzvolles Ende zugedacht, aber der Arzt machte ihm bezüglich der Attribute einen Strich durch die Rechnung. Am 7. Februar um 17 Uhr bist du auf seinem Operationstisch eingeschlafen.</p>
<p>Dein Klingeln schwebt noch immer durch das nun stillere Haus. Noch finden sich Katzenhaare an an allen möglichen Stellen. Noch immer spüre ich wie zuvor dein Gewicht auf der Decke, wenn ich im Bett liege, rieche deinen feinen Duft nach Vanille &#8211; wo immer du den her hattest, höre dein Schnurren, bilde mir ein, dass dein Wassernapf gefüllt werden müsste, sehe deine schlanke Gestalt auf dem Fensterbrett sitzen oder auf die Heizung geschmiegt. Das wird bleiben, solange ich in diesem Haus ein und aus gehe. Und dann?</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/02/pict0450.jpg"><img class="aligncenter size-medium wp-image-594" title="auf wiedersehen..." src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2011/02/pict0450.jpg?w=300&#038;h=225" alt="" width="300" height="225" /></a></p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/591/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/591/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/591/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=591&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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			<media:title type="html">Forschung</media:title>
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			<media:title type="html">auf wiedersehen...</media:title>
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		<title>weihnachtslieder, kindergärten&#8230;.</title>
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		<pubDate>Wed, 01 Dec 2010 17:30:56 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
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		<description><![CDATA[&#8230;und die GEMA * * * [Akuelles vom 27.11.2011 findet sich hier!] * * * Am 22.10.2010, also kurz vor Beginn der Adventszzeit, berichtete das Internet-Magazin telepolis darüber, dass die GEMA sich an Kindergärten, Vorschulen u.ä. heranmacht, um für die &#8222;VG Musikedition&#8220; Lizenzgebühren zu kassieren. Worauf? Auf selbstkopierte Notenblätter mit Weihnachtsliedern, die in Schulen, Kindergärten [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=527&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<h3>&#8230;und die GEMA</h3>
<p>* * *<br />
<em>[Akuelles vom 27.11.2011<a href="http://kohlenschipper.wordpress.com/2011/11/27/da-capo-weihnachtslieder/"> findet sich hier</a>!]</em><br />
* * *</p>
<p><a href="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2010/12/kranz.jpg"><img class="alignleft size-thumbnail wp-image-538" title="kranz" src="http://kohlenschipper.files.wordpress.com/2010/12/kranz.jpg?w=150&#038;h=110" alt="" width="150" height="110" /></a>Am 22.10.2010, also kurz vor Beginn der Adventszzeit, berichtete das Internet-Magazin <a href="http://www.heise.de/tp/blogs/6/148618" target="_blank">telepolis</a> darüber, dass die GEMA sich an Kindergärten, Vorschulen u.ä. heranmacht, um für die &#8222;VG Musikedition&#8220; Lizenzgebühren zu kassieren.</p>
<p>Worauf? Auf selbstkopierte Notenblätter mit Weihnachtsliedern, die in Schulen, Kindergärten usw. für das gemeinsame Singen verteilt werden. Die Begründungen der Gema finden sich<a href="https://www.gema.de/de/presse/top-themen/notenkopien-fuer-vorschulische-einrichtungen.html" target="_blank"> hier.</a> Der Laden verlangt laut dem online-Magazin <a href="http://www.heise.de/newsticker/meldung/Suesser-die-Glocken-nie-klingen-ohne-Lizenzabgabe-1145659.html" target="_blank">heise.de</a> allen Ernstes 56 Euro an Lizenzgebühr für 500 Notenkopien.</p>
<p>Das hat damit zu tun, dass in Deutschland zwar Musikstücke 70 Jahre nach dem Tode des Autors gemeinfrei werden. Setzt oder bearbeitet aber jemand dann diese Stücke und veröffentlicht sie neu, so können auch darauf wieder Gebühren fällig werden.</p>
<p>Wenn &#8212; der neue &#8222;Autor&#8220; die selbst gesetzten oder bearbeiteten Stücke nicht wiederum als gemeinfrei kennzeichnet.</p>
<p>Die <a href="http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/sanktionsfrei-singen-musikpiraten-ver%C3%B6ffentlichen-notenbl%C3%A4tter-von-weihnachtliedern" target="_blank">Piratenpartei berichtet</a>, dass ein Verein namens <a href="http://musik.klarmachen-zum-aendern.de/nachrichten/gemeinfreie_notenblaetter_fuer_advents-_und_weihnachtslieder_3_update-588" target="_blank">&#8222;Musikpiraten&#8220;</a> sich nun alte Ausgaben von Weihnachtsliedern beschafft und diese mittels der Notensatzsoftware <a href="http://www.lilypond.org">LilyPond</a> neu gesetzt hat. Dieser Neusatz wurde unter die CC-Lizenz gestellt. Auf eventuell dadurch neu entstandene Urheberrechte werde ausdrücklich verzichtet.</p>
<p>Es handelt sich um</p>
<ol>
<li>Adeste fideles &#8211; Herbei o ihr Gläubigen</li>
<li>Alle Jahre wieder</li>
<li>Am Weihnachtsbaume die Lichter brennen</li>
<li>Der Heiland ist geboren</li>
<li>Es ist ein Ros entsprungen</li>
<li>Es ist ein Ros entsprungen (einstimmig)</li>
<li>Es kommt ein Schiff geladen</li>
<li>Es wird schon glei dumpa</li>
<li>Fröhliche Weihnacht überall</li>
<li>Ihr Kinderlein kommet</li>
<li>Jingle Bells</li>
<li>Joseph, lieber Joseph mein</li>
<li>Kling, Glöckchen, klingelingeling</li>
<li>Lasst uns froh und munter sein</li>
<li>Leise rieselt der Schnee</li>
<li>Macht hoch die Tür</li>
<li>Morgen kommt der Weihnachtsmann</li>
<li>Oh du fröhliche</li>
<li>Oh Tannenbaum</li>
<li>Schneeflöckchen</li>
<li>Stille Nacht, heilige Nacht</li>
<li>Still, still, still</li>
<li>Süßer die Glocken nie klingen</li>
<li>Tochter Zion, freue dich</li>
<li>Vom Himmel hoch, da komm ich her</li>
<li>We Wish You A Merry Christmas<br />
<em>&#8211; ab 2. Ausgabe zusätzlich: </em></li>
<li>Morgen, Kinder, wird’s was geben</li>
<li>Kommet, ihr Hirten</li>
<li>Ich lag und schlief, da träumte mir</li>
<li>Der Christbaum ist der schönste Baum</li>
</ol>
<p>Das Weihnachts- und Adventliederbuch der Musikpiraten kann jedermann, also auch Lehrer und Erzieher, nicht nur für den Gebrauch in Erziehungseinrichtungen in verschiedenen Ausführungen <a href="http://www.piratenpartei.de/Pressemitteilung/sanktionsfrei-singen-musikpiraten-ver%C3%B6ffentlichen-notenbl%C3%A4tter-von-weihnachtliedern" target="_blank">auf deren Website</a> herunterladen und lizenzfrei verwenden und kopieren.</p>
<p style="text-align:center;">* * *</p>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/527/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/527/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/527/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/527/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/527/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/527/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/527/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/527/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/527/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/527/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/527/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/527/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/527/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/527/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=527&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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		<title>tierpark?</title>
		<link>http://kohlenschipper.wordpress.com/2010/11/19/tierpark/</link>
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		<pubDate>Fri, 19 Nov 2010 17:06:41 +0000</pubDate>
		<dc:creator>kohlenschipper</dc:creator>
				<category><![CDATA[landschaft]]></category>
		<category><![CDATA[menschen]]></category>
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		<category><![CDATA[niederfischbach]]></category>
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		<description><![CDATA[Manchmal gehen einem Dinge im Kopf herum, die wichtig sind und Erledigung fordern, und eigentlich findet man es nicht an der Zeit, einen &#8222;Artikel&#8220; zu veröffentlichen. An diesem regnerischen Novemberwochenende allerdings drängt sich etwas in die Erledigungsreihenfolge hinein, das in letzter Zeit etwas verschütt war. Also los: Niederfischbach, ein kleiner Ort mit rund 5.000 Einwohnern [...]<img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=507&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<p><span style="color:#808080;">Manchmal gehen einem Dinge im Kopf herum, die wichtig sind und Erledigung fordern, und eigentlich findet man es nicht an der Zeit, einen &#8222;Artikel&#8220; zu veröffentlichen. An diesem regnerischen Novemberwochenende allerdings drängt sich etwas in die Erledigungsreihenfolge hinein, das in letzter Zeit etwas verschütt war. Also los:</span></p>
<p>Niederfischbach, ein kleiner<a href="http://www.kirchen-sieg.de/texte_niederfischbach/OG_Detail_Index.php" target="_blank"> Ort</a> mit rund 5.000 Einwohnern in Nordrheinlandpfalz <em>*fg*</em> hat einen<a href="http://www.tierpark-niederfischbach.de/" target="_blank"> Tierpark</a>. Seit 50 Jahren. Den einzigen in der Region. Der Zoo befindet sich nicht weit entfernt vom <a href="http://www.kirchen-sieg.de/texte_touristik/radweg/radweg_einstiegsseite-textseite1.php" target="_blank">Asdorftalradweg</a>, welcher weitgehend über die ehemalige Bahnlinie Betzdorf &#8211; Freudenberg (mit Hohenhainer Tunnel) &#8211; Wildenburg &#8211; Wenden &#8211; Olpe verläuft. Er ist ein beliebtes Ausflugsziel für Familien mit Kindern.  Betreiber ist ein Trägerverein, der Anfang April anscheinend noch 600, laut eigener Website ca. 550 und nach einem Artikel in der Rhein-Zeitung vom 19. November 2010 rund 500 Mitglieder stark ist.</p>
<p>Bereits im April war auf derwesten.de  zu lesen, dass der Tierpark <a href="http://www.derwesten.de/staedte/freudenberg/Tierpark-Niederfischbach-hat-Nachwuchssorgen-id2849996.html" target="_blank">Nachwuchssorgen</a> habe. Die Altersstruktur des Trägervereins, dessen Mitglieder ein Großteil der anfallenden Arbeiten in Hand-und Spanndiensten leisteten, zeige keine Tendenz zur Verjüngung &#8211; es fehle an Nachwuchs. Die Orts- und Verbandsgemeinde seien sich jedoch einig, den Tierpark zu erhalten, und man arbeite an einem Konzept.</p>
<p>Im Sommer war es in den regionalen Medien sehr ruhig um den Tierpark.</p>
<p>Unter der Überschrift &#8222;Die Auflösung rückt näher&#8220; findet sich dann am 19. November 2010 in der Rhein-Zeitung ein Artikel, in dem vom bevorstehenden Ende des Trägervereins die Rede ist. Als Begründung weren die Überalterung, der fehlende Nachwuchs, mangelndes ehrenamtliches Engagement und daher hohe Lohnkosten für Angestellte sowie als Folge daraus ein befürchtetes finanzielles Desaster nach dem Jahre 2011 angeführt.</p>
<p>Als Ausweg sieht der Verein eigene Auflösung und die Schließung des Tierparks, hofft aber, den Park über die Deutsche Tierpark Gesellschaft an einen Investor abgeben zu können.</p>
<p>Auf seiner Webseite sucht der Verein zwar ehrenamtliche Helfer für Arbeiten, aber eher allgemein und nicht aktions- und terminbezogen (die Heuernte z.B. ist im November längst gelaufen). Von Nachwuchssorgen, und davon, welche konkreten Aufgaben denn zu vergeben wären, liest man jedoch nichts. Auch die Altersproblematik findet dort keine Erwähnung.</p>
<p>Zu der Initiative, die im April seitens Orts-Und Verbandsgemeinde angesprochen war, findet sich nichts, weder im Zeitungsbericht noch auf der Vereinsseite.</p>
<p>Nicht nur das macht stutzig, sondern auch, dass der Verein recht wenig Werbung in der Region macht, und dass &#8211; in aller Munde &#8211; von Ein-Euro-Jobbern, die hier wirklich zusätzlich und gemeinnützig eingesetzt werden könnten (der Trägerverein darf Spendenquittungen ausstellen, müsste also gemeinnützig sein) irgendwo die Rede ist.  Wenn direkt jenseits der Landesgrenze Ein-Euro-Jobber sogar beim Bauhof ganz reguläre Arbeit tun, dann müsste es hier erst recht Einsatzmöglichkeiten  geben. Auch über Zuweisungen von Bußgeldern zur finanziellen Unterstützung liest man nichts.</p>
<p>Man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass der Tierparkverein sehr rührig war, was die eigentliche Arbeit im Zoo selbst anging. Der Tierpark war einfach &#8222;da&#8220;.  Ein &#8222;Bewusstsein&#8220; in der Region bei potenziellen Besuchern, Helfern oder Spendern, ein &#8222;Image&#8220;, größeres Engagement von Einwohnern hat man jedoch anscheinend nicht erreichen können.  Eine Art Öffentlichkeitsarbeit oder PR fehlt offenbar ebenso wie ein tierparkdidaktisches Konzept z.B. für Schulklassen oder andere Besucher, oder das Ansprechen der vielen Radtouristen.</p>
<p>Nach fünfzig Jahren des Bestehens ist es eine traurige Erfahrung, dass der Tierpark, wie er ist, wohl nicht weiterbestehen wird, sofern der Trägerverein nicht in die Öffentlichkeit und in die Offensive geht. Schade um den Park und die in langen Jahren geleistete Arbeit, wenn es nicht gelingt, &#8222;den Staffelstab an die nächste Generation weiterzugeben&#8220; &#8230;</p>
<p style="text-align:center;">* * *</p>
<h5><span style="color:#808080;">(Dieser Text stammt von einem außenstehenden Beobachter aus der Region)</span></h5>
<br />  <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/kohlenschipper.wordpress.com/507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/kohlenschipper.wordpress.com/507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/kohlenschipper.wordpress.com/507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/kohlenschipper.wordpress.com/507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gofacebook/kohlenschipper.wordpress.com/507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/facebook/kohlenschipper.wordpress.com/507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gotwitter/kohlenschipper.wordpress.com/507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/twitter/kohlenschipper.wordpress.com/507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/kohlenschipper.wordpress.com/507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/kohlenschipper.wordpress.com/507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/kohlenschipper.wordpress.com/507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/kohlenschipper.wordpress.com/507/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/kohlenschipper.wordpress.com/507/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/kohlenschipper.wordpress.com/507/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=kohlenschipper.wordpress.com&amp;blog=12407890&amp;post=507&amp;subd=kohlenschipper&amp;ref=&amp;feed=1" width="1" height="1" />]]></content:encoded>
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